Berliner Woche

Sitzungswochenablauf

Der Bundestag kommt nicht in jeder Woche des Jahres zusammen. Sein Ältestenrat legt die Sitzungswochen fest. Sieht man einmal von der Sommerpause ab, so tagt das Parlament im Prinzip zwei Wochen pro Monat. In der restlichen Zeit widmen sich die Abgeordneten ihrem Wahlkreis.
Im Folgenden berichtet Johannes Röring MdB über den typischen Ablauf „seiner" Sitzungswoche".

Der Montag
... ist für mich meist der Anreisetag. Hier ergibt sich die erste Möglichkeit Büroarbeit zu erledigen und mit meinen Mitarbeitern die kommende Woche zu planen und zu besprechen. Am frühen Nachmittag nehme ich dann an der Sitzung des Fraktionsvorstandes teil, dem ich seit 2012 als Beisitzer angehöre. Am Abend trifft man sich dann mit den nordrheinwestfälischen Bundestagsabgeordneten in der Landesvertretung NRW um als Landesgruppe zu tagen und die Sitzungswoche vorzubereiten
.

Der Dienstag
... beginnt für mich um 09.00 Uhr mit dem Treffen der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU- Bundestagsfraktion. In dieser Sitzung werden aktuelle Themen diskutiert und analysiert, Berichterstattungen zugeteilt und die bevorstehenden Ausschusssitzungen vorbereitet.

Danach bleibt mir gelegentlich Zeit für eine kurze Mittagspause, die doch häufig wegen kurzfristig angesetzter Termine oder dem Empfang von Besuchergruppen ausfallen muss.
Um 15 Uhr trifft sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Hier werden die Plenarthemen der Woche beraten und die Debattenredner/ innen bestimmt.
Abends ist dann auch die Zeit, um Einladungen zu den Informationsgesprächen zu folgen, die Einrichtungen und Verbände in großer Zahl veranstalten.

Der Mittwoch
Ab 09.00 Uhr tagt der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft in dem ich ordentliches Mitglied bin. (Im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bin ich stellvertretendes Mitglied.) Hier ist es üblich bis in die Mittagszeit zu tagen, so dass, wenn gegen 13 Uhr der Bundestag im Plenarsaal das erste Mal zusammenkommt, im Ausschuss noch debattiert wird. Immer um 13 Uhr findet mittwochs die Fragestunde statt, in der Regierungsvertreter den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Daran anschließend findet sehr regelmäßig noch eine „Aktuelle Stunde" statt, in der auf Verlangen einer Fraktion ein aktuell brisantes politisches Thema debattiert wird. Abends hat man dann wiederum häufig die Möglichkeit, an Veranstaltungen von Interessengruppen und Verbänden teilzunehmen.

Der Donnerstag
Der Tag ist dem Plenum vorbehalten. Nachmittags gibt es aber auch weitere Sitzungen von Unterarbeitsgruppen. Das führt - zusammen mit der Belastung durch laufende Büroarbeit - dazu, dass nicht immer alle Abgeordneten im Plenarsaal sein können.
Allerdings: Bei besonders wichtigen Themen - wo zum Beispiel der eigene Ausschuss die Federführung hat - und natürlich bei Abstimmungen kann es sich niemand leisten, fernzubleiben.
Am Donnerstagnachmittag bleibt Zeit, mit Besuchern aus dem Wahlkreis zu diskutieren und über aktuelle Bundespolitik zu sprechen, aber auch um sich über die Probleme der Bürger im Wahlkreis zu informieren.

Der Freitag
Meist ist dann wieder Plenarsitzung bis zum frühen Nachmittag. In dieser Zeit besteht dann auch noch die Möglichkeit, sich um die Büroarbeit zu kümmern und Termine für die nächste Woche zu koordinieren. Nachdem ich mich dann am späten Nachmittag aus Berlin verabschiedet habe, wartet abends im Wahlkreis dann meist noch ein Termin auf mich..

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