Vier Wochen Berlin und Politik pur – ein Praktikum im Büro von Johannes Röring MdB

Vom 6. Juni bis zum 2. Juli Zeit absolvierte der Abiturient Florian Wiesweg aus Gescher ein Praktikum im Büro des Abgeordneten Johannes Röring. Mit dem Sparprogramm der Regierung und der schwierigen Wahl des neuen Bundespräsidenten war es eine denkbar spannende Zeit.

Nach vier Wochen ist es fast schon zum Alltag geworden: Morgens in den Anzug, den Hausausweis einstecken und mit der S-Bahn zum Jakob-Kaiser-Haus, in dem sich die Büros der Abgeordneten befinden. Dort wird dann die erste, aber auch einzige typische Praktikantenarbeit direkt morgens erledigt: Die Post, in der sich neben verschiedenen Gesetzesvorlagen und Anträgen auch oft Anfragen der Wählerinnen und Wähler befinden, musste aus dem Fach geholt, sortiert und an die Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Hin und wieder stand auch eine größere Recherche zu vielfältigen Themen an, von der Finanzierung der Atommüllendlager Gorleben und Schacht Konrad hin zur Straßenzulassung für übergroße landwirtschaftliche Maschinen oder Hintergründen der Sängervereinigung Borken, der Johannes Röring zum Gewinn der Zelterplakette gratuliert hat. Im Laufe der Zeit besuchten viele Gruppen (vor allem Schüler) aus dem Wahlkreis den Reichstag und wurden hier von ihrem Abgeordneten empfangen. Zu den Aufgaben gehörte auch das Verfassen von Pressemitteilungen zu den Besuchen, die auf der Website oder sogar in der Regionalzeitung veröffentlicht wurden.

Interessant waren vor allem die Diskussionen mit Vertretern von Verbänden und Wissenschaftlern, die meist von der CDU/CSU Fraktion im Bundestag veranstaltet wurden, z.B. zu den Themen Welternährung, Nanotechnologie oder Biokraftstoffe. Zu den Höhepunkten zählten aber die Sitzungen des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Johannes Röring angehört. Mittwochs in den Sitzungswochen trifft sich dieser regelmäßig und bereitet die Abstimmung über Anträge  und Gesetze im Plenum des Bundestags vor. Hier geschieht die hauptsächliche gesetzgeberische Arbeit, weshalb es durchaus auch einmal turbulent zugehen kann: Demokratie (fast) zum Anfassen.

Am Ende waren die vier Wochen schneller um, als man es sich vorstellen kann. Für das nun beginnende Studium der Politologie werden sie auf jeden Fall von großem Wert sein.

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