Gedenkstätte Yad Vashem erinnert auch an jüdisches Leben im Westmünsterland

Einem dunklen Kapitel der Heimatgeschichte begegnete Johannes Röring (CDU) bei einer Reise des Kardinal-Höffner-Kreises (KHK) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach Israel. Angeführt wurde Delegation vom Vorsitzenden des KHK Herrmann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Familienministerium.

Die Gedenkstätte Yad Vashem besteht unter anderem aus der Halle der Erinnerung, der Allee der Gerechten unter den Völkern, der Halle der Namen, dem Denkmal für die Kinder sowie dem Tal der Gemeinden. In letzterem wird auf rund 100 Steinwänden der über 5000 jüdischen Gemeinden gedacht, die während des Holocausts ausgelöscht wurden. Darunter befinden sich auch Gemeinden aus dem westlichen Münsterland wie Borken, Bocholt, Vreden und Ahaus.

1993 wurde in Bonn von CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten der Kardinal-Höffner-Kreis (KHK) gegründet. Die Gründung des Kardinal-Höffner-Kreises entsprang dem Wunsch, der katholischen Stimme in der Politik wieder mehr Profil zu verleihen. Was in Bonn zunächst als kleiner Kreis von engagierten Katholiken begann, hat sich mit dem Umzug in die „Berliner Diaspora“ zu einem großen Zusammenschluss von christlichen Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beider Konfessionen entwickelt, dem zahlreiche Abgeordnete, sowie Unternehmer, Wissenschaftler und Journalisten angehören. Der Namensgeber der Gruppe Joseph Kardinal Höffner und seine Schwester Lena Hesseler hatten während der Nazizeit selbst ein jüdisches Mädchen versteckt. Beide sind in Yad Vashem namentlich in der Allee der Gerechten unter den Völkern geehrt. Im Namen des KHK haben die beiden Münsterländischen CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling und Johannes Röring in Gedenken an Lena Hesseler und Kardinal Höffner einen Kranz in Yad Vashem niedergelegt.

Johannes Röring: „Der Besuch in Yad Vashem war sehr bewegend. Die Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitmenschen und die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in unserer Region ist ein dunkles Kapitel unserer Heimatgeschichte, das wir niemals vergessen dürfen.“ Er begrüße es deshalb, dass sich die regionalen Heimatvereine auch intensiv mit dem jüdischen Leben in Münsterland, z. B. mit der Biographie des Rabbi Selig Wolff, auseinandersetzen.




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