"Lesen - das ist die Fantasie anregen"

Bundestagsabgeordneter Johannes Röring liest aus "Emil und die Detektive" / Werbung für das Lesen machen

Foto: Eva Dahlmann
Foto: Eva Dahlmann
Zum bundesweiten Vorlesetag hat der Bundestagsabgeordnete und Bauernpräsident Johannes Röring einen Klassiker in die Grundschule Anholt mitgebracht: "Emil und die Detektive" von Erich Kästner. "Alt - und immer noch modern", kommentiert Schulleiter Stefan Giesing die Auswahl. "Lesen - das ist die Fantasie anregen, das ist etwas, was die Kinder nicht mehr kennen", sagt Röring.
 

Für den Vorlesetag hatte sich Röring das Kästner-Buch übrigens aus der Bücherei seines Heimatortes Vreden ausgeliehen: "Ich habe keine Ausleihkarte mehr, aber meine Nichte arbeitet dort und die hat gesagt: 'Du kannst es bei mir draufschreiben.'"

 
Im Klassenraum der 1b von Lehrerin Jessica Kürwer bekommt Röring den repräsentativen Stuhl mit der Königskrone. Auch die Kinder der Klasse 1a mit ihrer Lehrerin Kerstin Schlütter kommen zur Vorlesestunde. "Ich bin hier, weil ich euch begeistern möchte, auch zu lesen", sagt Röring. Er habe als Junge auch viel gelesen: "Lesen ist viel schöner als Fernsehen oder Kino. Damit macht man sich sein eigenes Kino."
 
Und dann startet er mit dem ersten Kapitel des Kästner-Klassikers. Darin bereitet sich Emil Tischbein auf seine erste große Reise zu seiner Oma nach Berlin vor. Seine Mutter, die Friseurin ist, muss noch schnell eine Kundin frisieren. Sie gibt Emil 140 Mark mit, Geld für die arme Oma und für die Rückfahrkarte. Dass Kästners Werk nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch Sozialkritik enthält, wird schon in diesem ersten Kapitel klar, in dem der Erzähler sagt: "Für zahllose Menschen sind 100 Mark wie eine Million."
"Die Geschichte war schön", befand Yara nach der Vorlesestunde und alle Schüler spendeten dem Vorleser Applaus.

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