Demographischer Wandel trifft den Pflege-Sektor doppelt

Johannes Röring, MdB, im Gespräch mit dem St. Marien Hospital-Borken

Zu einem fachlichen Gespräch und Austausch zum Thema Pflege trafen sich Anfang der Woche Vertreter des St. Marien-Hospitals Borken und der Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Borken II, Johannes Röring. 

Zum Gespräch hatte die Pflegedirektorin des Krankenhauses Elisabeth Rößmann sowie der Geschäftsführer Christoph Bröcker geladen. Weitere Teilnehmer waren Roland Ebbing, Pflegdienstleistung für die Funktionsbereiche, Peter Ewering, stellvertretender Leiter der angegliederten Zentralschule für Gesundheitsberufe und die pflegerischen Leitungen einzelner Stationen, darunter Ute Brunsbach, Karola Südholt und Hans-Jörg Kaiser.

Röring machte sich ein Bild der Pflegeberufe im Krankenhaus und deren Probleme und Herausforderungen. So betonte die Pflegedirektorin Rößmann, dass der demographische Wandel sich gerade in den Pflegeberufen doppelt widerspiegele. Es gebe in Zukunft nicht nur mehr ältere Patienten, sondern auch weniger Auszubildende. Daher sei es umso wichtiger, diese Berufssparte attraktiv zu gestalten. Rößmann umriss kurz die Vor- und Nachteile des Berufsbildes und hob hervor, dass man zukünftig insbesondere die Qualität und das Niveau der Ausbildung sichern müsse. Dies sei ein gesellschaftlicher Auftrag.
Auch das System des Gesundheitswesens müsse gründlich analysiert und ggf. überdacht werden. Hierbei verwiesen Rößmann und Ewering, stellvertretender Leiter der Zentralschule, auf den Aufbau von Selbstverwaltungen und die mögliche Bildung von Pflegekammern.
 
Röring versprach, die genannten Anliegen mit nach Berlin zu nehmen: „In der Krankenpflege arbeiten zurzeit hoch qualifizierte Fachkräfte. Für die deutsche Gesellschaft und das Gesundheitssystem ist es besonders wichtig, diesen Status zu erhalten und passende Rahmenbedingungen zu schaffen.“
 

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