Die Borkener Gymnasiastin Josie Haucke, die im vergangenen Jahr im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms die USA besuchte, absolvierte ein Praktikum im Bundestagsbüro von Johannes Röring. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen:

"Vom 14.03. bis zum 18.03.2016 hatte ich die Möglichkeit, Politik hautnah mitzuerleben. Denn ich absolvierte ein einwöchiges freiwilliges Praktikum im Abgeordnetenbüro von Johannes Röring. Nicht nur aus freiem Interesse, sondern auch um meine Politikkenntnisse aufzufrischen und zu  erweitern, entschied ich mich für dieses Praktikum. Dadurch bekam ich die Gelegenheit, parlamentarische Abläufe hautnah kennenzulernen. 

Da Herr Röring Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft ist, erhielt ich zahlreiche Einblicke in die Agrarpolitik. Ich durfte ihn zu entsprechenden Ausschüssen sowie in die Arbeitsgruppe begleiten. Dort beschäftigte man sich im zentralen mit der Novelle des Düngegesetzes, inwiefern dieses verändert oder umgesetzt werden soll. Desweitern hatte ich die Möglichkeit, auch eine Sitzung des Gesprächskreises Landwirtschaft, den Herr Röring leitet, zu besuchen, in der in einer kleinen Gruppe mit geladenen Gästen diskutiert wurde.
 
Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Unterstützung der Mitarbeiter des Abgeordnetenbüros. Ich unterstütze sie bei der Recherche zu spezifischen Themen oder bei der Verfassung von bestimmten Dokumenten. Zusätzlich erhielt ich eine private Führung durch den Bundestag und dessen zugehörigen Gebäuden, bei der ich viele neue Erkenntnisse zur geschichtlichen Entwicklung der Politik gewann. Auch die Fraktionssitzungssäle, vor denen ich Interviews bezüglich der Landtagswahlen beobachten durfte, konnte ich besuchen.
 
Als das Highlight meines Schülerpraktikums würde ich dennoch die Teilnahme an einer Plenarsitzung benennen, in der nicht nur über spannende Themen wie ein größeres Personal im Bereich der Gesundheit und Pflege debattiert, sondern auch über das kritische Thema des Bundewehreinsatzes in Somalia abgestimmt wurde. Dadurch hatte ich einen internen Einblick in die aktuelle Politiklage und konnte den Ablauf einer solchen Sitzung beobachten. Zu dem bekam ich medienpräsente Politiker zu Gesicht. Dazu zählten unter anderem die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie der Bundesminister des Auswärtigen Frank-Walter Steinmeier.
 
Bedingt durch die gemachten Erfahrungen und neu gewonnen Erkenntnisse, bin ich traurig, dass ich mich nur für ein einwöchiges Praktikum entschieden habe. Gerne hätte ich mehr zu politischen Themen durch einen internen Einblick erfahren. Dennoch hat der kurze Zeitraum meines Praktikums meine Ansichten zu bestimmten Themen verändert und ein größeres Interesse an Politik geweckt. Neben dem bereiteten Spaß den ich hatte, kann ich auch behaupten, dass ich nun weiß, wie ein typischer Tagesablauf eines Abgeordneten oder deren Mitarbeiter verläuft. Ich bin sehr dankbar für all die Möglichkeiten und Einblicke, die ich bekommen habe und kann aus diesen Gründen das Praktikum nur weiterempfehlen."

Josie Haucke, Borken 
 

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