Röring: „Ich bin ein begeisterter Europäer“

Johannes Röring besucht das Gymnasium Georgianum in Vreden

Anlässlich des EU-Projekttags an Schulen war am Montag der Vredener CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Röring im Gymnasium Georgianum in Vreden zu Gast. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin der Europäischen Kommission, Antje Terhechte, stellte er sich den Fragen von rund 70 Schülerinnen und Schülern.
 

Von einem EU-Quiz über persönliche Geschichten im Zusammenhang mit Europa bis hin zu einer ausgiebigen Diskussion über die aktuellen Geschehnisse rund um die Europäische Union reichte der Besuch am Gymnasium Georgianum. Dort, wo Johannes Röring als Jugendlicher selbst zur Schule ging, hatten sich am gestrigen Montag zunächst 40 Zehntklässler zusammengefunden, um 90 Minuten lang über die Europäische Union zu diskutieren. Johannes Röring erklärte den Schülerinnen und Schülern, welche Bedeutung die EU für ihn habe. „Wir erfahren die Auswirkungen der EU in unserem Alltag Tag für Tag. Sie betrifft uns alle.“ Durch die Nähe Ellewicks zur holländischen Grenze und Freunde der Familie aus Zeiten der Kriegsgefangenschaft im Zweiten Weltkrieg sei er schon als Kind mit einem europäischen Gedanken aufgewachsen. Dieser habe sich im Laufe der Zeit immer weiter verfestigt. Von 2010 bis 2014 durfte Johannes Röring als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung im Europarat mitwirken, der 318 Mitglieder aus 47 Mitgliedsstaaten angehören: „Große europäische Politik mitzugestalten, das war wahnsinnig spannend für mich als kleinen Bauern aus Ellewick“, so Rörings Fazit.

 
In der zweiten Doppelstunde mit gut 30 Elftklässlern ging es dann vermehrt um inhaltliche Aspekte der Europäischen Union. Eine Europäische Identität, die Gefahr der Populisten und die Zukunftsvisionen der EU waren einige der vielen angesprochenen Themen. Hier stellte Johannes Röring die Bedeutung der EU vor allem für die Zukunft klar heraus. „Wie wollen wir als Europäer zukünftig denn noch gelten, wenn wir uns nicht zusammentun und mit einer Stimme auf Augenhöhe zu den USA oder China agieren?“ Angesichts der Bevölkerungsgröße des kleinsten Kontinents sei es unabdingbar, miteinander statt gegeneinander zu agieren. Hinsichtlich des Brexit und der geringen Wahlbeteiligung junger Bürger an dieser Entscheidung unterstrich er, dass die EU „ein Projekt für die Zukunft, für die jungen Menschen“ sei. Dennoch müsse sich die EU auch ändern, antwortete er auf die Abschlussfrage eines Schülers. „Die EU muss zukünftig weniger im Kleinen agieren als vielmehr im Großen.“






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