Johannes Röring zu Gast an der Bocholter Zivildienstschule

90 Zivildienstleistende diskutieren mit Johannes Röring MdB zu den Themen Integration, Umwelt und Wehrpflicht

 

Vor einigen Tagen hatte Johannes Röring Gelegenheit, sich mit den rund 90 Lehrgangsteilnehmern der Zivildienstschule Bocholt und deren Ausbildern im Rahmen einer Einführungswoche über verschiedenste politische Themen zu unterhalten. Und so war auch die Themenpalette nach der kurzen persönlichen Vorstellung und Nennung der poltischen Fachgebiete äußerst vielfältig.

Vor allem das Thema Integration war durch die bundespolitische Debatte bei den jungen Männern in den Vordergrund des Interesses gerückt. Hier machte Röring deutlich, dass er erwarte, dass jeder Einwanderer die deutsche Sprache lerne und folglich kommunizieren könne, weil sich nur so Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ergeben können. Er stellte dabei klar, dass niemand gezwungen werden solle, seine Identität, Kultur oder Herkunft zu verleugnen. Deutschland müsse zudem, wie die klassischen Einwanderungsländer, mehr darauf achten, Zuwanderung an den eigenen Bedürfnissen zu orientieren.

Neben der Integration wollten die „Zivis“ aber auch viel über Umweltpolitik, Ernährung und regenerative Energien, also die besonderen Fachgebiete von Johannes Röring als Abgeordnetem wissen. „Eine erfolgreiche Landwirtschaft ist in vielen Ländern eine der Grundlagen für das Existieren und Handeln des Staates“, verdeutlichte Röring die wichtige Rolle der Landwirtschaft. Ohne funktionierende Landwirtschaft werde man besonders in Entwicklungsländern kaum die Probleme der Bevölkerung lösen können, da die Ernährung nun einmal das zentrale Problem in diesen Ländern sei. Auch im Bereich der Umweltpolitik spiele die Erzeugung von Rohstoffen auf regenerativer Basis eine große Rolle, denn die Forderung nach Energie neben der Nahrungsmittelproduktion könne nur gelingen, wenn die Produktivität und die Effizienz des Anbaus stiegen, so Röring.

Auch zum Bereich der Haushaltspolitik und des drohenden Auslaufens des Bergbaus wurden einige Fragen gestellt, bevor mit der naheliegenden Diskussion über den Wehr- und Ersatzdienst das aktuellste Thema der Teilnehmer diskutiert wurde. Hier gab Röring zu bedenken, dass mit der Aussetzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes eine volkswirtschaftliche Größe verbunden sei. „Ich bin ein Verfechter sozialen Engagements in der Gesellschaft“, betonte Röring. Daher müsse man sehen, was sich nun aus der Aussetzung der beiden Dienste für das Land als Konsequenz ergebe und welche politischen Rahmenbedingungen man in den nächsten Wochen setzen müsse, um diese Entscheidung zu begleiten, so Röring zum Abschluss der Diskussion.

Nach oben