Johannes Röring MdB und Vredener Politiker besuchen Firma Saueressig

Im Rahmen der Unternehmenstour 2010 stattete Johannes Röring MdB gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinz Gewering und der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Elisabeth Ingenhorst in dieser Woche der Firma Saueressig in Vreden einen Besuch ab. Empfangen wurde die Delegation dabei vom Geschäftsführer Dr. Tomas Sterkenburgh, Forschungsabteilungsleiter Dr. Gerald Jenke und dem technischen Manager Dieter Hüls.

Zu Beginn des Gesprächs erläuterte Geschäftsführer Dr. Sterkenburgh den Besuchern die Geschichte und die heutige Struktur des Unternehmens. Nach der Gründung 1953 war das Unternehmen Saueressig bis 2008 eigenständig, bevor die amerikanische Matthews Gruppe sich bei dem Vredener Traditionsbetrieb einkaufte. In der Druckformfertigung sei man dabei mittlerweile europaweit der größte aber auch modernste Standort, so Sterkenburgh. „Mittlerweile arbeiten rund 900 Menschen weltweit für Saueressig, von denen 650 am Standort in Vreden tätig sind. Mit dieser Belegschaft erwirtschaften wir einen Umsatz von knapp 90 Mio. € “, erklärte Geschäftsführer Dr. Sterkenburgh die Geschäftszahlen.

Nach dieser Einführung in die heutige Situation des Unternehmens erläuterte Forschungsabteilungsleiter Dr. Gerald Jenke die derzeitigen Forschungsvorhaben von Saueressig. Mit Namen wie „BIOREEL“, PIKOFLAT“ oder TriboPoly“ haben diese nicht nur sehr ungewöhnliche Namen, sondern stellen in ihren jeweiligen Bereichen auch absolut neuartige Möglichkeiten dar. So werde im Projekt BIOREEL versucht, großflächig eine künstliche Oberflächenstruktur zu produzieren, auf der sich Bakterien optimal ausbreiten könnten, um so die bisherige biologische oder chemische Arbeit mit Petrischalen abzulösen und damit die Prozesse in Laboren effizienter und günstiger zu gestalten, so Dr. Jenke. Die Firma Saueressig arbeitetet dabei in ihren Forschungsvorhaben mit nationalen und internationalen Partnern zusammen und wird bei ihren Projekten daher auch durch den Bund oder die Europäische Union gefördert.

„In einem Projekt, wie dem gezeigten BIOREEL, wird sehr deutlich, dass wir auch bei industriellen Fertigungen viel von der Natur und ihren Prozessen lernen können. Daher ist es wichtig, dass neben der Grundlagenforschung an Universitäten und Fachhochschulen die angewandte Forschung bis zur Produktionsreife in den Unternehmen vorangetrieben werde, denn Innovation ist die Wachstumsgarantie der deutschen Volkswirtschaft“, so Johannes Röring. Dieser Meinung schloss sich auch Forschungsabteilungsleiter Dr. Jenke an und äußerte zudem, dass er keine Sorge davor habe, dass auch andere Unternehmen von der durch Saueressig betriebenen Forschung stark profitierten, da nur so die Entwicklung noch weiter vorangetrieben werde und letztlich die Produktionskosten für spezielle Fertigungsteile sinken würden. 

Bevor sich die Delegation verabschiedete, wurde der Besuch mit einer gemeinsamen Besichtigung der Produktionsstätten des Unternehmens abgeschlossen.

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