Gutes Fachkräfte- und Nachwuchspotenzial Standortfaktor für den ländlichen Raum

Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel auf dem Lande war jüngst Thema bei der Podiumsdiskussion, zu der die Münsterländer CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling, Reinhold Sendker, Dieter Jasper und Johannes Röring nach Rheine eingeladen hatten. Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Peter Hintze haben rund 50 Teilnehmer aus Bildung und Wirtschaft intensiv über den Fachkräftemangel in der mittelständischen Wirtschaft diskutiert.

Ein gutes Potenzial an Fachkräften ist für Unternehmen ein wichtiger Standortvorteil. Gerade in Zeiten von Nachwuchsmangel muss der ländliche Raum immer mehr mit den Ballungszentren um qualifizierte Arbeitskräfte konkurrieren. Deshalb freue sich Hintze, dass sich seine Münsterländer Fraktionskollegen des Themas angenommen hätten.

 

Alle waren sich einig, dass Attraktivität des ländlichen Raumes als Arbeits- und Lebensumfeld gesteigert werden müsse. Generell sei es wichtig, dass auch kleinere Städte und Gemeinden für junge Familien interessant bleiben. Dazu meinte der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring: „Hier haben die Kommunen viele Gestaltungsmöglichkeiten, von günstigen Bauplätzen über ein gutes Betreuungsangebot.“

 

Insbesondere ziehe es die jungen Ärzte vermehrt in die Städte. Hintze betonte, dass die christlich-liberale Koalition mit dem Gesetz zur Stärkung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum vor einigen Monaten entsprechende Maßnahmen beschlossen habe, die wieder mehr junge Ärzte auf das Land bringen soll.

 

Nach Auffassung von Johannes Röring müsse bei jungen Schulabgängern intensiv für handwerkliche und landwirtschaftliche Berufe als attraktive Alternative oder Ergänzung zum Studium geworben werden. Der Nachwuchsmangel betrifft nicht nur akademische Berufe. Johannes Röring: „Wer heute als junger Mensch ein Handwerk oder einen Beruf im landwirtschaftlichen Bereich erlernt, hat gute wirtschaftliche Perspektiven. Die Berufe bieten ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld und gute Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln.“

 

Generell läge laut Hintze vor allem in der Weiterqualifizierung älterer Arbeitnehmer und in der Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel Potenzial, dem Fachkräfte- und Nachwuchsmangel zu begegnen. 


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