Johannes Röring: Die Energiewende findet auf dem Land statt

Gespräch mit Stadtwerksvertretern und Wirtschaftsministerium

Der ländliche Raum ist der Motor der Energiewende, mit der in Deutschland sowohl die Reduzierung des CO2-Ausstoßes als auch der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie vollzogen werden soll. Dies ist das Fazit eines Gespräches zwischen Vertretern münsterländer Stadtwerke und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit einer Vertreterin des Bundeswirtschaftsministeriums, welches der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring organisiert hat.


Stephanie von Ahlefeldt aus dem Bundeswirtschaftsministerium stellte die Arbeit der Netzplattform des Bundes vor. In dem Forum werden Handlungsempfehlungen für den Ausbau der Stromnetze erarbeitet. In verschiedenen Gremien arbeiteten Sachverständige, Verbände und Behörden aus Bund und Ländern an technischen, rechtlichen und kaufmännischen Fragestellungen zum Netzausbau.

 

Die Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus, Borken und Coesfeld, Karl-Heinz Siekhaus, Andreas Schwarze und Markus Hilkenbach nutzten die Gelegenheit, über die Herausforderungen der Netze vor Ort zu berichten.

Durch den Anschluss weiterer Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Wind, Sonne und Biogas müssen die Verteilnetze stetig ausgebaut werden. Eben diese Netze liegen in der Verantwortung der Stadtwerke. Andreas Schwarze (Stadtwerke Borken): „Als kommunale Versorger stellen die Stadtwerke nicht nur die Netze zur Versorgung mit Strom zur Verfügung, sondern sie nehmen auch den Strom auf, den z. B. Hausbesitzer mit ihrer Photovoltaikanlage auf dem Hausdach erzeugen.“

Die Investitionen in die Verteilnetze steigen stetig an.  Karl-Heinz Siekhaus (Stadtwerke Ahaus) betonte: „Mittlerweile stecken wir 10 % des Umsatzvolumens in den Ausbau unserer Netze.“

 

Der Anteil an erneuerbaren Energien hat im westlichen Münsterland bereits 40 % erreicht. Markus Hilkenbach (Stadtwerke Coesfeld):“Diese Energie wird zum größten Teil über die Netze der Stadtwerke eingespeist und gleichzeitig müssen wir die Netzstabilität aufrecht erhalten.“

 

Johannes Röring: „Die Energiewende findet hauptsächlich auf dem Land statt. Hier entstehen Anlagen und Netze, welche die Städte mit Energie versorgen. Die Kosten für den Netzausbau dürfen deshalb nicht in der Region hängen-bleiben, sondern müssen gerecht verteilt werden.“


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