Gute Nachrichten für die evangelische Kirchengemeinde in Isselburg-Werth und die katholische Gemeinde in Borken-Gemen. Die Sanierung der evangelischen Kirche in Werth und die des ehemaligen Klosters Borken-Gemen werden mit Mitteln aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes gefördert. Dies teilte der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring nach einer Benachrichtigung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, mit.

Dieser unterrichtete Röring unmittelbar nach der Genehmigung der Mittel durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Johannes Röring: „Sowohl die Kirche in Werth als auch das Kloster Gemen sind von besonderer kulturhistorischer Bedeutung für unsere Region. Ich bin Staatsminister Bernd Neumann sehr dankbar, dass er auf meine Anregung hin Mittel aus dem Denkmalschutzfonds des Bundes bereitgestellt hat.“

Die Sanierung des Klosters Borken-Gemen wird mit 300.000 Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert. Die Klosteranlage zeichnet sich besonders durch ihre zahlreichen gestalterischen Details aus. Hervorzuheben sind die umfangreich ausgearbeiteten Bibelfiguren an und rund um die drei Altäre der Marienkirche und das mit aufwändigen Schnitzarbeiten verzierte Eichen-Chorgestühl.

Der Bund stellt für die spätmittelalterliche Kirche in Werth einen Betrag von 180.000 Euro zur Verfügung. Sie zeichnet sich durch eine einzigartige Gewölbekonstruktion aus. Die Konstruktion besteht aus einer Holz-Vierteltonne als Abschluss des Seitenschiffes und aus einem spitzbodigen Eichenholzdachstuhl, welcher noch in seinem spätmittelalterlichen Zustand erhalten ist.

In den 1950er Jahren ist in der Kirche eine Zwischendecke eingezogen worden, womit man den Blick auf die beschriebene Dachkonstruktion verbaut hat. Im anstehenden zweiten Bauabschnitt der Kirchensanierung soll diese Zwischendecke nunmehr entfernt und das komplett mittelalterliche Gewölbe wieder freigelegt werden.


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