Steigende Getreidepreise sind Herausforderung für die Lebensmittelbranche. Teller hat Vorrang vor dem Tank!“

Johannes Röring besucht Backwarenhersteller Sinnack in Bocholt

Auf seiner diesjährigen Sommertour besuchte der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring die Firma Sinnack Backspezialitäten. Johannes Röring: „Der Mittelstand ist Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft. Deshalb ist mir der politische Austausch mit unseren Unternehmern vor Ort sehr wichtig.“

Inhaber Peter Sinnack und Geschäftsführer Hartmut Wießner präsentierten dem Parlamentarier den Unternehmensstandort Bocholt. Beim Rundgang erläuterte Julius Peter Sinnack die Entstehungsgeschichte der über hundert-jährigen Firma und die heutige Unternehmensphilosophie. Julius Peter

Sinnack hat nach dem überraschenden Tod seines Vaters Julius Hermann bereits als 19-Jähriger im Jahre 1970 die Geschäftsführung übernommen. Julius Peter Sinnack: „Damals machte der verschärfte Wettbewerb am Markt eine Neuausrichtung des Unternehmens notwendig. Deshalb haben wir uns für Produktinnovationen entschieden und produzierten das erste Baguette zum Fertigbacken.“

Johannes Röring zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit und der Produktvielfalt der Firma Sinnack, welches eine ganze Reihe preisgekrönter Convience-Backwaren produziert. Johannes Röring: Der Firma Sinnack ist es gelungen, traditionelle Handwerkskunst mit modernen Produktionsverfahren zu verbinden. Das Ergebnis sind Produkte von hoher Qualität.“

Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass auch in heutiger Zeit der Wettbewerb immer wieder neue Herausforderungen an das Unternehmen stelle. Derzeit werden der dürrebedingte Anstieg der Getreidepreise und die aktuelle Diskussion um die Herstellung von Bioethanol aus Weizen für den Kraftstoff E10 in der Bocholter Firmenzentrale genau beobachtet. Der Preisanstieg bei Getreide hat die Diskussion um Teller und Tank wieder befeuert. Für Johannes Röring steht fest: „Food first – die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel hat Vorrang. Die Produktion von Bioethanol sollte durch Überschüsse bei der Weizenproduktion bestritten werden.“

Aber auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gehören nach Ansicht der Geschäftsführung immer wieder auf den Prüfstand. Insbesondere bürokratische Hemmnisse wirken sich bremsend auf die Innovationsfähigkeit aus. Johannes Röring nahm die Hinweise der Geschäftsführung dankbar auf: „Es ist Aufgabe der Politik, vernünftige Rahmenbedingungen für unseren Mittelstand zu schaffen. Deshalb müssen wir den Bürokratieabbau weiter vorantreiben, damit auch weiterhin Innovationen und Investitionen durch Unternehmen wie die Firma Sinnack möglich sind.“ Innovation und Investition seien wichtig, um in der Region dauerhaft Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.


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