Bocholt. Der Nachweis einer einwandfreien Produktionskette ist bei der Fleischproduktion in den Vergangenen Jahren von entscheidender Bedeutung für Verbraucher und die Politik geworden. Ein wichtiger Bestandteil dieses lückenlosen Nachweises ist die Kennzeichnung der Tiere während Zucht und Mast. Hierauf hat sich die Firma Caisley aus Bocholt spezialisiert. Jedoch ist die Zeit einer einfach Kennzeichnung mittels einer Plastikmarke im Ohr lange vorbei. Hiervon konnte sich Johannes Röring bei seinem Besuch im Bocholter Werk selbst überzeugen.


Dabei schilderte Geschäftsführer Reinhard Nehls dem CDU-Parlamentarier zunächst die beeindruckende Entwicklung des Unternehmens von Anfang 1982, bei dem man in einemHühnerstall begann Ohrmarken zu produzieren bis hin zum international agierenden Unternehmen mit Exporten in über 70 Länder heute.

Als Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, als Verbandsvertreter und vor allem als selbständiger Landwirt kennt sich Johannes Röring mit der Kennzeichnung von Tieren bestens aus: „Wir reden bei den Ohrmakren heute über ein HighTech-Produkt“, so der Vredener.  „An die Tieridentifikation werden für einen lückenlosen Nachweis in der Nahrungskette mittlerweile höchste Anforderungen gestellt.“ .

Hier liegt auch das Innovationspotential der Firmal Caisley. „Neben der visuellen Kennzeichnung mit Ohrmarken halten heute die Kennzeichnung mit Transpondern zur berührungslosen elektronischen Identifizierung und die Kombination von Ohrmarken mit der Entnahme von Gewebeproben Einzug in die Praxis. Nur mit ständiger Innovation und Investition in modernste Fertigungsanlagen ist es möglich, hier ständig neue Impulse zu setzen und die führende Position im Markt zu behaupten“ , erklärt Geschäftsführer Nehls.

Besonders beeindruckt zeigte sich Röring über die von Caisley entwickelte und patentierte Ohrmarke zur Gewebeprobenahme. Die Erkennung und  Bekämpfung von Krankheiten, Tierseuchen sowie eine schnellere Probengewinnung für die Optimierung von Zuchtzielen, zeigte Nehls als besondere Anwendungsgebiete des Produkts auf. Röring sieht darüber hinaus auch in der Optimierung des Verbraucherschutzes durch Gewinnung von "Rückstellproben" von Tieren für den Verbraucher einen konkreten Nutzen.

„Heute wird die Informationskette über die Tieridentität bei der Schlachtung und Zerlegung mehrfach unterbrochen, weshalb mit Hilfe von Vergleichen des genetischen Fingerabdrucks von Fleisch und Ohrstanzprobe jeglicher Etikettierungsfehler erkennbar wird und Verbreitungswege von Schlacht- und Zerlegechargen eindeutig nachweisbar gemacht würden, so Röring.


v.l. n. r.: Geschäftsführer Reinhard Nehls, Johannes Röring, Heinrich Winkeler
(Caisley)

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