Landes- und weltpolitische Themen standen beim Info-Abend des CDU-Stadtverbandes Velen-Ramsdorf mit Johannes Röring, Mitglied des Deutschen Bundestages, auf dem Programm. Rund 30 interessierte Mitglieder traten mit Röring in den Dialog. Dabei ging es unter anderem um Themen, die für unsere Region und Menschen von entscheidender Bedeutung sind: Fracking, PKW-Maut, Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) und Sterben in Würde.

 Beim Thema Fracking fand Röring klare Worte: "Ich bin klar gegen die Zulassung von Fracking mit der heute möglichen Technologie". Fracking solle in Deutschland solange untersagt werden, bis die Technologie ohne wassergefährdende Stoffe eingesetzt werden kann und bis gesicherte wissenschaftliche Studien vorliegen, die Schäden für Mensch und Natur völlig ausschließen.

Schon heute werden für rund 2 Milliarden Euro Güter und Dienstleistungen zwischen der EU und den USA gehandelt – täglich! "TTIP“ (Transatlantic Trade and Investment Partnership) soll diesen Handel vereinfachen und für alle günstiger machen. Denn mit "TTIP" sollen Warenzölle an den Grenzen

wegfallen: Das macht Ein- und Ausfuhren günstiger. Unterschiedliche technische Regelwerke und Zulassungsverfahren sollen vereinfacht werden: Ein Auto, das nach langen Tests in Deutschland als straßentauglich gilt, müsste dann nicht noch teure Sicherheitsprüfungen in den USA durchlaufen. Wichtig sei Röring, dass Qualitäts- und Sicherheitsstandards nicht aufgegeben werden soll. Denn darum geht es: "Abbau von Handelsbeschränkungen, Einheitliche Tests, Einheitliche Anforderungen, Keine neuen Hürden", so Röring.

 

Eine eindeutige Position bezog Röring auch beim Thema "Sterben in Würde".

Sterbebegleitung, Lebensschutz und Selbstbestimmung berühren in der politischen Debatte viele medizinische, moralische und rechtliche Fragen.

 

Die organisierte Sterbehilfe soll im Sinne eines CDU-Parteitagsbeschusses verboten werden. Röring zeigte sich dankbar, dass sich hierfür eine Mehrheit im Bundestag abzeichnete. Es sei für ihn aber nur schwer vorstellbar, dass aktive Sterbehilfe Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkasse werde. Der Bundestag plant eine öffentliche Anhörung im Frühjahr 2015. Voraussichtlich im Herbst 2015 wird dann ein Gesetz beschlossen werden können.

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