Rote Hände gegen Kindersoldaten

Neuntklässler der Hohe-Giethorst-Schule setzen Zeichen für den Frieden

Foto: Sven Betz
Foto: Sven Betz
 Gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten engagieren sich die Neuntklässler der Hohe-Giethorst-Schule. Anlässlich des "Red-Hand-Day"(Rote-Hand-Tag) hatten die Schüler gemeinsam mit Lehrer Klaus Held ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

 Dazu hatten sie auch die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen, den CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring und Jens Effkemann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Münster, eingeladen. Die Schüler forderten die Gäste auf, es ihnen nachzumachen, und einen roten Handabdruck auf einem Blatt Papier zu hinterlassen. Das hatten auch die Neuntklässler schon gemeinsam mit ihren Partnerschülern aus Litauen, den Niederlanden und Polen gemacht und die Abdrücke in zwei Büchern gesammelt.

Im Rahmen des Programms berichteten die Bocholter Schüler auch über Jugendliche aus Europa, die sich der Terrorgruppe Islamischer Staat anschließen. "Wenn 15-Jährige sterben, kann uns das nicht gleichgültig sein", sagte Linus Tewes, Klassensprecher der 9a. Dann stellten die Neuntklässler die Forderungen der Aktion "Rote Hand" vor. Dazu gehört unter anderem, dass keine Kinder unter 18 Jahren als Soldaten eingesetzt sowie Personen und Staaten, die Kindersoldaten rekrutieren, bestraft werden. Ebenso werden medizinische und psychologische Versorgung und mehr Geld für Hilfsprogramme für Kindersoldaten gefordert. Einen Brief mit mit diesen Punkten überreichten die Schüler der 9a gestern dem CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring und baten ihn, das Schreiben Bundeskanzlerinn Angela Merkel zu geben. Ebenso übergaben ihm die Neuntklässler die Bücher mit ihren Handabdrücken.

Elisabeth Kroesen und Johannes Röring freuten sich über das Engagement der Schüler und ihres Lehrers Klaus Held. "Ihr geht mit gutem Beispiel in der Friedensarbeit voran", lobte Kroesen.

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