Es verdient höchste Anerkennung, was hier geleistet wird

Informationsbesuch beim DRK

Informierte sich beim Roten Kreuz über die Arbeit mit Flüchtlingen im Kreis Borken: der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring (Zweiter von rechts), mit Aloys Eiting, Vorsitzender des Präsidiums (rechts), sowie Flüchtlingskoordinator Jürgen Rave (
Informierte sich beim Roten Kreuz über die Arbeit mit Flüchtlingen im Kreis Borken: der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring (Zweiter von rechts), mit Aloys Eiting, Vorsitzender des Präsidiums (rechts), sowie Flüchtlingskoordinator Jürgen Rave (
MdB Johannes Röring informiert sich beim Roten Kreuz im Kreis Borken über Engagement in der Flüchtlingsarbeit

Lesen Sie hier den Bericht von Horst Andresen:

Johannes Röring (CDU), Bundestagsabgeordneter aus Vreden, hat sich beim Roten Kreuz im Kreis Borken über die derzeitige Flüchtlingsarbeit informiert. „Es verdient höchste Anerkennung, was hier geleistet wird“, sagte Röring. Nach dem Gespräch  im Rotkreuz-Zentrum in Borken machte sich der Politiker in der Notunterkunft in Ahaus an der Berufsschule für Technik vor Ort ein Bild. In der Vorwoche hatte er sich bereits Unterkünfte in Bocholt angesehen, berichtete das DRK am Dienstag in seinem Pressedienst.

Es werden immer mehr Menschen, die die Hilfsorganisation mit weit mehr als 100 Helfern rund um die Uhr betreut. Stand Montag, 21. September, waren es exakt 1231 Personen, die vom Roten Kreuz in den Einrichtungen in Ahaus, Bocholt (drei), Borken, Gronau, Epe, Oeding und Reken sanitätsdienstlich betreut werden. In drei Unterkünften – Ahaus, Borken, Oeding – werden derzeit 432 Menschen verpflegt (Reisgerichte sind beliebter als Nudeln), in fünf Einrichtungen 713 Personen betreut. Insgesamt halten sich derzeit rund 2400 Flüchtlinge im Kreis Borken auf.

Beim Aufbau einer neuen Einrichtung stünden dem Roten Kreuz innerhalb kürzester Zeit bis zu 120 Helfer zur Verfügung, informierte Flüchtlingskoordinator Jürgen Rave, der auch dem Krisenstab der Bezirksregierung angehört. Innerhalb drei Stunden sei, mit Unterstützung der Feuerwehr, zum Beispiel die Jakobihalle in Oeding fertiggestellt worden. „Die Bereitschaft ist ungebrochen, helfen zu wollen. Wir führen unsere originäre Aufgabe aus“, sagte Rave: „Den Menschen helfen, neutral, unabhängig.“

 Rotes Kreuz hat 70 Mitarbeiter neu eingestellt

Über 500 Freiwillige hätten sich mittlerweile bei der Rotkreuz-Aktion „Team Westfalen“ gemeldet. „Sie helfen bei der Ausgabe der Verpflegung, Kinderbetreuung oder, falls ausgebildet, im Sanitätsdienst.“ Das Rote Kreuz hat auch personell kurzfristig reagiert: So wurden bisher 70 Mitarbeiter zeitlich befristet neu eingestellt, erklärte Wolfgang Müller, Mitglied der Geschäftsführung.

Mehrere Familien konnten zusammengeführt werden, die sich auf der Flucht verloren hatten. So waren drei Kinder in Oeding untergebracht, der Rest der Familie aber in Trier. In den Sozialkaufhäusern in Borken und Bocholt erhalten Flüchtlinge gespendete Kleidung, Schuhe oder Kinderspielzeug.

„Hier wird Überragendes geleistet“

„Hier wird Überragendes geleistet“, lobte der Vorsitzende des Präsidiums, Aloys Eiting. „Diese enorme Aufgabenbewältigung hätten meiner Ansicht nach die Kommunen gar nicht bewältigen können.“

Nach Ansicht von Bundestagsmitglied Johannes Röring „wird uns die Flüchtlingsproblematik sicherlich noch eine Dekade begleiten“, meinte er im Gespräch in Borken. Ganz klar sei: „Die Menschen haben ein Recht auf Asyl, aber auch auf Heimat.“ Deshalb müsse man sehen, wie viele später tatsächlich hier blieben.

„Überkommene Strukturen aufbrechen“

In der Hilfe müssten auch unkonventionelle Wege gegangen werden, „vielleicht müssen wir überkommene Strukturen aufbrechen“. Er werde viele Eindrücke mit nach Berlin in die Gespräche mit Kollegen und dem Kabinett nehmen, sagte Röring. Und ausdrücklich dankte er dem Roten Kreuz, namentlich Jürgen Rave für seinen großen persönlichen Einsatz sowie allen Helfern: „Es freut mich zu hören, dass die Stimmung weiter sehr positiv ist und unsere Bevölkerung den Menschen, die meist monatelang unterwegs waren, aktiv helfen.“

Übersicht zur Belegung von Flüchtlingsunterkünften im Kreis Borken, Stand 21. September (Quelle: Rotes Kreuz im Kreis Borken):

Ahaus:            100 Menschen

Bocholt I:          99 Menschen

Bocholt II:       178 Menschen

Bocholt III:      141 Menschen

Borken:           202 Menschen

Gronau I:        151 Menschen

Gronau II:       100 Menschen

Oeding:           130 Menschen

Reken:             130 Menschen

zusammen:  1231 Menschen, die sanitätsdienstlich betreut werden;

Gesamtzahl Flüchtlinge im Kreis: 2400 Menschen.

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