Johannes Röring zu Gast bei Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing

Intensiver Austausch über kommunale und bundespolitische Themen

Ins Borkener Rathaus kam zu Wochenbeginn der Vredener Bundestagsabgeordnete Johannes Röring, um Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing einen Antrittsbesuch abzustatten. Die beiden tauschten sich in kleiner Runde über kommunale und bundespolitische Themen aus, darunter die Gewerbeflächen- und Innenstadtentwicklung in Borken. Besonders intensiv wurden aber die Flüchtlingssituation und Integration diskutiert.

Mechtild Schulze Hessing und Johannes Röring waren sich einig, dass man die Situation durch das hohe bürgerschaftliche Engagement und mit dem Integrationswillen der Flüchtlinge hier in der Region bewältigen könne. Wichtig sei aber die finanzielle Ausstattung der Kommunen. „Leider steckt sich NRW zu viel von den Bundesgeldern selbst in die Tasche“, kommentierte Röring.
Schulze Hessing erklärte ihm, dass die Stadt Borken aktuell mit dem Jobcenter versuche, Profile der Asylbewerber zu erstellen, damit man ihre Fähigkeiten und Qualifikationen einschätzen und dann an potenzielle Arbeitgeber vermitteln könne. „Hier gibt es aber noch viel Klärungsbedarf. Die Unternehmen zeigen durchaus Interesse an neuen Arbeitnehmern, sind aber verunsichert bezüglich des rechtlichen Rahmens. Mit Blick auf Sicherheitsstandards und den Mindestlohn brauchen wir pragmatische Regeln wie längerfristige Praktika“, appellierte Schulze Hessing. Röring stimmte ihr zu und betonte, dass angesichts dieser Situation „so manch alter Zopf abgeschnitten werden sollte“. Dazu gehöre eine Portion gesunder Pragmatismus.
 

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