Bürgermeisterkandidat Dr. Christoph Holtwisch und Johannes Röring MdB besuchen Milchviehbetrieb in Vreden

"Politik muss Partner der Landwirte sein."

Vreden. Der Vredener Bürgermeisterkandidat Dr. Christoph Holtwisch und der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Röring haben anlässlich einer Betriebsbesichtigung gemeinsam mit Vertretern der CDU Vreden und Vertretern der Landwirtschaft den Milchviehbetrieb von Hermann Holtkamp in Vreden besucht. Der Betrieb der Familie Holtkamp zeichnet sich besonders durch den Einsatz modernster Technologien aus. So werden die 80 Kühe durch einen innovativen Melkroboter gemolken, wodurch nicht nur ein hohes Maß an Arbeitseffizienz erreicht wird, sondern besonders auch das Wohl der Tiere im Mittelpunkt steht. „Der Betrieb der Familie Holtkamp ist ein positives Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft im Kreis Borken, die, zusammengefasst mit den ihr vor- und nachgelagerten Bereichen, die Wertschöpfungskette Agrarwirtschaft als ein Rückgrat der Wirtschaftstärke unserer Heimat etabliert hat“, betonte Dr. Holtwisch während der Besichtigung des landwirtschaftlichen Betriebes. Allerdings erklärte Landwirt Hermann Holtkamp den Teilnehmern, dass es aktuell, trotz enormen Einsatzes der ganzen Familie, durch die immer weiter gefallenden Milchpreise nicht möglich sei, kostendeckend Milch zu erzeugen. Johannes Röring MdB sicherte dem Landwirt zu, dass er und die Union sich in Berlin und besonders in Brüssel für die wohlverstandenen Interessen der Milcherzeuger einsetzen werden, denn „die Politik muss Partner der Landwirte in der Krise sein und die Rahmenbedingungen schaffen, die wirtschaftliches Unternehmertum ermöglichen. Ich fordere daher von der EU Kommission, die Milchviehhalter beim Übergang in den freien Markt nicht allein zu lassen.“

Im Rahmen der Betriebsbesichtigung wurde von allen Anwesenden besonders betont, dass es für die weitere positive Entwicklung im Kreis Borken notwendig sei, die Breitbandinternetversorgung auch in den Außenbereichen auszubauen und beim Thema Flächenverbrauch Fortschritte zu machen. „Wir müssen zügig eine flächendeckende DSL-Versorgung im Kreis Borken gewährleisten, denn moderne Kommunikationstechnologien wie das breitbandige Internet werden zunehmend zum Schlüssel für Innovation, Wachstum und Sicherung von Arbeitsplätzen“, erklärte Dr. Holtwisch. Er dankte Johannes Röring MdB für seinen Einsatz in Berlin bei der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes, die es nun den Bürgermeistern vor Ort erlaubt, flexiblere Flächenausgleichsmöglichkeiten zu nutzen. „In vielen Kommunen ist es ein großes Problem, dass bei dringend notwendigen Maßnahmen im Straßenbau, der Infrastrukturverbesserung oder bei der Gebietserschließung, die Kommunen mit hohem finanziellem Aufwand Ausgleichsflächen erwerben und dann diese wertvollen Ackerflächen renaturiert werden müssen. Auf diese Weise verlieren wir im Kreis Borken täglich 1,2 ha wertvoller Fläche. Durch die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes ist es nun gelungen, diese Regelungen zum Ausgleich von Flächen viel flexibler zu gestalten und damit den Kommunen mehr Gestaltungsfreiheit zu geben. Ich bin sicher, dass die Bürgermeister vor Ort davon Gebrauch machen und dieses Instrument sinnvoll einsetzen werden“,erläuterte Johannes Röring MdB.

Zum Abschluss des sehr kenntnisreichen und informativen Besuchs betonten Dr. Holtwisch und Johannes Röring MdB noch einmal die besondere Leistungsfähigkeit und den Fleiß der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken, sei es in der Landwirtschaft oder in den vielen anderen Wirtschaftsbereichen. „Im Zusammenspiel mit dem starken Gemeinschaftsgefühl und dem ehrenamtlichen Einsatz auf allen Ebenen, wird auf diese Weise eine hohe Lebensqualität in unserer Heimat erzeugt, die mit dafür sorgt, dass Vreden und der Kreis Borken zu einer „Boom-Region“ in Deutschland geworden sind“, so die beiden Politiker abschließend.

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