Kirsten Johnson aus Nevada lernt im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms ihren Patenabgeordneten Johannes Röring kennen.

Seit 1983 besteht dieses Programm, das Jugendlichen aus den USA und Deutschland ermöglicht, das jeweilige Partnerland politisch und kulturell kennen zu lernen. Die Parlamente übernehmen dabei alle direkten Kosten und haben so schon 17.000 jungen Menschen dabei geholfen, ein Jahr im Ausland zu verbringen. In diesem Jahr  hat Kirsten Johnson aus Reno, Nevada, die Möglichkeit, nach Deutschland zu kommen.

Sie hat bereits einige Monate bei ihrer Gastfamilie im münsterländischen Gescher verbracht. „Ich bin froh, hier zu sein und ich kann kaum den Tag erwarten, an dem ich wieder herkommen kann“, schreibt sie selbst in einem Artikel für die Austauschorganisation ASSE: „Jeder fährt überall mit dem Fahrrad und in der Stadt ist immer etwas los.“ Während des Austauschs besucht Kirsten das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stadtlohn. „Ich liebe es, dass ich nicht jeden einzelnen Tag die selben sechs Fächer habe, es macht Spaß, das durcheinanderzuwerfen!“ Am 11. Juni ging es nach Berlin, um dort ihren Paten Johannes Röring, MdB, kennen zu lernen und sich über das deutsche Parlament zu informieren.

Zusammen mit knapp 250 weiteren Stipendiaten besichtigte sie den Reichstag, wo zuerst ein Vortrag über die Funktionsweise des Bundestages gehalten und danach die Praxis während einer Plenarsitzung demonstriert wurde. Anschließend fand eine Diskussion über aktuelle politische Themen im Fraktionsaal der CDU/CSU und die Begrüßung der Stipendiaten durch Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, und den Botschafter der USA, Philip D. Murphy, statt. Nach einer halbstündigen Danksagung begann um 12.00 Uhr das gemeinsame Buffet, bei dem die Stipendiaten ihre jeweiligen Paten zu einem Meet and Greet bei den Staatsflaggen treffen konnten. Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Gang in die beeindruckende amerikanische Botschaft, die sich zwei Straßen weiter direkt am Brandenburger Tor befindet, wo alle Stipendiaten über Berufe im Auswärtigen Dienst der USA informiert wurden. Abschließend wurden noch Eindrücke aus der bereits erlebten Zeit ausgetauscht, bis der Tag am späten Abend zu einem Ende kam.

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