Stegemann/Röring: Kein falscher Aktionismus in der Trinkwasserdebatte

Düngeverordnung konsequent umsetzen

Berlin, 27. Februar 2018 
Umwelt- und Energieverbände haben am heutigen Dienstag eine 
Initiative zur Einschränkung der Gülledüngung vorgestellt. Dazu 
erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und 
Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, 
und der zuständige Berichterstatter Johannes Röring: 

„Für die Unionsfraktion hat der Schutz des Grundwassers eine sehr hohe 
Priorität. Deshalb haben Bundesrat und Bundestag im letzten Jahr nach 
hartem Ringen ein deutlich verschärftes Düngerecht verabschiedet. Das Paket 
wird einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Grundwasserqualität 
liefern. 
 
Das System ist transparent wie nie zuvor. Jeder Landwirt muss genauestens 
dokumentieren, wo welche Mengen Wirtschaftsdünger ausgebracht wurden. 
Zur Ehrlichkeit gehört dabei, dass das Grundwassernetz ein komplexes System 
ist. Es braucht daher Zeit, bis Verbesserungen messbar sind. Umso 
bedauerlicher ist es, wenn wider besseres Wissen kein Jahr nach der 
Verschärfung eine umfassende Evaluation gefordert wird. Damit schürt die 
Initiative bewusst Sorgen bei den Menschen. 
 
Alle Beteiligten sind vielmehr gut beraten, der Debatte den scharfen Ton zu 
nehmen und sie auf eine sachliche Ebene zurückzubringen. Für die CDU/CSU-
Fraktion ist klar, dass dort wo Probleme bestehen, diese auch konsequent 
angegangen werden – etwa mit den neuen gesetzlichen Regelungen. 
 
Das Thema des sauberen Trinkwassers im falschen Aktionismus auf dem 
Rücken der Landwirte auszutragen, ist nicht der richtige Weg. Gerade weil 
viele landwirtschaftliche Familienbetriebe dabei sind, die neuen, verschärften 
Regelungen umzusetzen, sollten wir ihnen hierzu die nötige Zeit einräumen. 
 
Dass sie nun schon wieder öffentlich an den Pranger gestellt werden, ist sehr 
bedauerlich. Anstatt sich in ideologische Debatten zu verstricken, sollten wir 
in Zukunft lieber mit den Landwirten reden als über sie. " 
 

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