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Antonia von Fallois für zwei Wochen Praktikantin

Die Berlinerin Antonia von Fallois absolvierte in den vergangenen zwei Wochen ein Praktikum im Büro von Johannes Röring. Im Folgenden berichtet sie von ihren Erfahrungen im Bundestag

Mein zweiwöchiges Praktikum im Büro Johannes Röring ging rasant los: Über den so genannten „Asylstreit“ innerhalb der Union konnte ich jetzt nicht nur in der Presseschau lesen, sondern das Geschehen direkt vor Ort miterleben, sei es im Plenarsaal oder auf der Fraktionsebene. „Politik hautnah miterleben“, so schrieben es einige meiner Praktikums-Vorgänger - und genauso ist es auch. Jeder kennt Politiker und das Innere des Bundestagsgebäudes aus dem Fernsehen, aber live vor Ort habe ich erst verstanden, wie viele Menschen hinter dem Bundestag stehen, seien es Sekretärinnen, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Pförtner oder Stenographen, und dass ohne sie alle zusammen Politik nicht möglich wäre.

Bei so vielen Menschen benötigt man aber auch ein großes Gebäude- oder besser gesagt mehrere. Daher war ich wirklich froh, gleich zwei Führungen in den ersten beiden Tagen mitmachen zu dürfen, denn sich in den verschiedenen Gängen und Tunneln zu verlaufen ist wirklich kein Kunststück.
Nichtsdestotrotz fand ich meinen Weg zum Umweltausschuss, wo ich eine Anhörung zu multiresistenten Keimen als Bedrohung für unsere Gewässer aus der Perspektive der Landwirtschaft mitverfolgte. Tatsächlich bekam ich auch die Möglichkeit, selbst einen Ausschuss zu leiten, denn ich durfte an einem Planspiel des Bundestages für Schulklassen teilnehmen und Politik originalgetreu nachspielen.
Genauso spannend gingen auch die nächsten Tage weiter, in denen ich im Büro tatenreich zur Hand gehen konnte: Vom Planen einer BPA-Fahrt, dem Schreiben von Zusammenfassungen über verschiedene Betriebe aus der Landwirtschaft bis hin zu Recherche-Arbeiten war alles mit dabei. Langeweile gibt es im Bundestag nicht. Selbst in den ruhigeren Phasen hatte ich schließlich immer die Möglichkeit im Intranet des Bundestags zu surfen und über die Protokolle der einen oder anderen Plenarsaal-Debatte zu schmunzeln.
Zu guter Letzt ging es an meinem vorletzten Tag dann auf den Spargelhof Winkelmann, wo wir nicht nur leckere Blaubeeren und Spargel genießen, sondern auch interessante Diskussionen mit Ernst August Winkelmann persönlich führen und eine Menge über seinen Betrieb lernen konnten. 
Vielen Dank also an das tolle Team aus dem Büro Johannes Röring für die letzten beiden spannenden Wochen. Ich habe mich schon immer sehr für Politik interessiert, aber jetzt habe ich das Gefühl, besser zu wissen wovon ich spreche, weil das ganze Drumherum mir nun bekannt ist. Jedem, der sich also fragt, wieso der Plenarsaal manchmal so leer ist oder was ein federführender Ausschuss eigentlich ist, kann ich nur empfehlen es sich einfach einmal selbst anzusehen. Bevorzugter Weise natürlich im Büro Johannes Röring.
 

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