Neue Erfahrungen gesammelt

Marcel Lansing war zwei Wochen Praktikant im Berliner Büro

Vor einem Jahr noch im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) in den USA, absolvierte der Vredener Schüler Marcel Lansing nun für zwei Wochen ein Praktikum im Büro von Johannes Röring. Im Folgenden berichtet er von seinen Erfahrungen im Bundestag.

Während meines zweiwöchigen Praktikums im Büro von Johannes Röring habe ich interessante Einblicke in den Bundestag bekommen: Von der „Regierungskrise“ bis zur Generaldebatte zum Bundeshaushalt war alles dabei. Es war sehr spannend, komplexe politische Prozesse hautnah mitzuerleben und zu verstehen.


Es begann mit einer Führung durch die verschiedenen Bundestagsgebäude. Hier konnte ich erste Einblicke in den Parlamentsalltag gewinnen. Zu meinem Erstaunen geschieht der Großteil der Arbeit nicht direkt im Plenum, sondern in den Büros der Abgeordneten. Jeder Abgeordnete hat mehrere Mitarbeiter, von wissenschaftlichen Mitarbeitern, über Sachbearbeiter und Sekretären bis hin zu studentischen Hilfskräften, die seine Arbeit erst möglich machen.

Während der Arbeit im Büro hatte ich die Gelegenheit, mehrere interessante Aufgaben zu bearbeiten. Ich fertigte beispielsweise inhaltliche Recherchen zu Anfragen aus dem Wahlkreis an und besuchte Sitzungen der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft, in der Herr Röring als Mitglied des Ausschusses mitarbeitet.

Mein absolutes Highlight war der Besuch der Generaldebatte zum Bundeshaushalt 2018, in der die Fraktionsvorsitzenden der Oppositionsparteien mit der Politik von Frau Merkel „abrechneten“. Ich konnte bekannte Politikern wie Angela Merkel, Andrea Nahles, Christian Lindner beim Diskutieren erleben und danach ihre Meinungen besser verstehen und bewerten.

Zum Ende meines Praktikums nahm ich am hauseigenen Planspiel des Bundestages teil, um selbst in die Rolle eines Abgeordneten, in meinem Fall die des Fraktionsvorsitzenden, zu schlüpfen. Wir spielten den Gesetzgebungsgang von der Initiative bis zur Verabschiedung durch. So wurde der fiktive Gesetzesentwurf der Regierung zunächst in den verschiedenen Ausschüssen besprochen, wo es dann meine Aufgabe war, im Sinne meiner Fraktion Kompromisse zu schließen, um am Ende die eigenen Interessen in das Gesetz mit einfließen zu lassen.

Zu guter Letzt möchte ich einen großen Dank an Herrn Röring und sein tolles Team aussprechen, die mich die letzten zwei Wochen begleitet haben. Ich dachte immer, dass ich bereits viel über Politik wüsste. Aber jetzt weiß ich, dass es nicht nur um Wissen, sondern auch um Verstehen geht.
 

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