Gemeinsam schnelle Lösungen erarbeiten

Branche wieder ans Laufen bekommen

Die Veranstaltungsbranche wird durch die COVID-19-Pandemie arg gebeutelt,
das wurde bei einem gemeinsamen Gesprächstermin des Vredener
CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring und dem Bürgermeisterkandidaten
der CDU in Bocholt Thomas Kerkhoff mit Vertreterinnen
und Vertretern der Veranstaltungsbranche schnell deutlich.

Neben Röring und Kerkhoff nahmen Wolfgang Rickert und Claus Koch (Geschäftsführer der Firma WRCK), Maurice Krabbenborg (Party Rent), Ludger Dieckhues (Stadtmarketing Bocholt) und Sigrid ter Beek (IpaBoH) an dem Gespräch teil.

Zustande gekommen war das Gespräch nach einer Mail des Geschäftsführers des Unternehmens WRCK, Wolfgang Rickert, vor einigen Wochen an das Bundestagsbüro von Johannes Röring. In der Mail beschrieb Rickert die schwierige Situation der gesamten Veranstaltungsbranche während der Coronakrise. Röring bot daraufhin umgehend einen Vor-Ort-Termin an, um im persönlichen Gespräch gemeinsam über mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Wolfgang Rickert und Claus Koch, gemeinsame Geschäftsführer von WRCK, schilderten dabei zunächst die verzwickte Situation in ihrer Branche. „Als es mit Corona losging, mussten wir die Schotten als erste dicht machen. Seitdem wird viel wieder gelockert, aber für uns gibt es keinen konkreten Zeitplan, wann wir wieder loslegen können“ erzählten Rickert und Koch zu Beginn. Sie spüren in ihrem Unternehmen eine „personelle Erosion“, wie Rickert berichtet. Sechs der zuvor 17 Mitarbeiter haben die Firma seit Beginn der Coronakrise aus verschiedenen Gründen verlassen.
Dass es so schwer ist, Veranstaltungen und Messen durchzuführen, liege an den allgemeinen Corona-Schutzbestimmungen und dem damit verbundenen Aufwand. Während die Kosten zur Durchführung einer Messe stabil bleiben oder gar steigen, ist die Zahl der möglichen Besucher entschieden geringer. „Das macht das Ganze dann doch für jeden Veranstalter sehr unattraktiv“ erklärt Maurice Krabbenborg.
Von der Bundes- und der Landespolitik habe es in den vergangenen Monaten viele Hilfestellungen gegeben, von denen die Unternehmer Gebrauch gemacht hätten. Auch das jüngst im Bundestag verabschiedete Hilfspaket begrüßten alle Teilnehmer. Dennoch fehle eine klare Perspektive. Dies habe auch Konsequenzen für viele weitere Wirtschaftsbereiche. Viele große Konzerne und Mittelständler, die ihre neuen Produkte unter anderem durch die Mithilfe von WRCK auf Messen präsentieren, hätten gar keine Möglichkeit, diese wie gewohnt zu vermarkten. „Das hat immense Folgen für die gesamte Wirtschaft“ betont Rickert.
Die Gesprächsteilnehmer hatten dabei auch konkrete Vorschläge, wie den Unternehmen geholfen werden könne. Von längeren Bilanzierungszeiträumen, über die Einberufung eines Expertengremiums auf Bundesebene bis hin zu einer Gewinnglättung über die nächsten Jahre. „Das Damoklesschwert der Pleite schwebt immer über unseren Köpfen. Mit diesen Hilfen könnten wir uns aber arrangieren“ sagt Wolfgang Rickert. Johannes Röring und Thomas Kerkhoff hörten aufmerksam zu und hakten nach, wo konkreter Handlungsbedarf bestehe. Beide versicherten dabei, dass die Branche sowohl auf kommunaler, als auch auf Bundesebene gehört werde und die Probleme bekannt seien. „Wir haben vom Bund bereits vieles auf den Weg gebracht. Es ist uns aber klar, dass wir weiter an Lösungen arbeiten müssen, damit die Branche wieder ans Laufen kommt. Wichtig sind dabei möglichst unkomplizierte Hilfen, die zielgenau ausgeschüttet werden müssen. Ich nehme daher die Ideen sehr gerne mit nach Berlin“ versprach Röring.

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