Im Austausch zu aktuellen Pflegethemen

Unterwegs in Stadtlohn bei Pflege mit Plan³

11.05.2021, 13:36 Uhr

Das Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums sieht vor, dass die Budgets von Seniorentagespflegeeinrichtungen ab dem 1. Juli 2022 um die Hälfte gekürzt werden. Damit stehen viele Senioren vor dem Problem, dass sie sich eine Betreuung für sich oder ihre Angehörigen nicht mehr leisten können. 

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen hat die Tagespflege mit Plan³ die heimischen Bundestagsabgeordneten zu einem Gespräch eingeladen. Johannes Röring MdB besuchte nun die Senioreneinrichtung von Pflege mit Plan am Pfeifenofen. „Ich nehme gerne einige Anregungen mit nach Berlin“, so Röring im Gespräch mit der Leitung der Tagespflege, Gabi Pieper, Miriam Knauer, stellvertretende Pflegedienstleitung (Wohngemeinschaften) und Thomas Roters, der als Vertrauensperson die Interessen der Gäste und Angehörigen vertritt. „Die Budgetkürzungen betrifft unter anderem Menschen mit Demenz, die nicht mehr vollständig in ihrer eigenen Wohnung leben können“, erklärte Gabi Pieper. Miriam Knauer ergänzte: „Gäste, die gleichzeitig ambulante Dienste und die Tagespflege in Anspruch nehmen, müssten dann mit Leistungskürzungen des Tagespflegebudgets rechnen.“ 

„Angebote wie die Tagespflege machen es möglich, dass Pflegebedürftige so lange wie möglich zu Hause wohnen können“, erklärte Thomas Roters, der als Geschäftsführer der Aktion Familien in Not e. V. engen Kontakt zu Senioren in Stadtlohn hält. 

Familien müssten dann entweder auf die ambulante Pflege oder auf die Tagespflege verzichten. Das könnte für die Angehörigen zu zeitlichen Problemen führen, oder einen Umzug der Senioren in ein stationäres Pflegeheim bedeuten. 

In den Räumen der Tagespflege mit Plan am Pfeifenofen tauschten sich alle Beteiligten rege aus. Röring brachte viel Verständnis für die Lage in der Tagespflege mit. Er selber habe im familieären Umfeld gute Erfahrungen mit diesem Betreuungsangebot für Senioren gemacht.